Linien und Flächen gekonnt einsetzen

Es gibt kein Bild, das keine Linien oder Flächen enthält. Es handelt sich dabei um sehr wichtige Bestandteile von Fotos, die gezielt eingesetzt werden können, um den Betrachter besser durch das Bild zu führen. Lesen Sie mehr darüber im folgenden Beitrag.

Linien und Flächen sind wichtige Mittel der Bildgestaltung. Wenn man diese beiden Elemente bewusst für den Bildaufbau verwenden möchte, sollte man sich genauer mit dem Thema auseinandersetzen. In erster Linie geht es darum, diese Bestandteile in den Fotos so anzuordnen, dass ein schönes, aussagekräftiges Bild entsteht.

Wie entstehen Linien und Flächen?

Wenn Flächen auf Bildern zu sehen sind, sind auch automatisch Linien zu finden, da die Flächen von den Linien umfasst und so von den anderen Flächen abgegrenzt werden. Sollten keine Linien in den Bilder zu sehen sein, würden wir nur eine große Gesamtfläche wahrnehmen.
Auch eine Reihe von Punkten kann als Linie eingeordnet werden. Daraus können wiederrum verschiedene Formen entstehen, wie rechts am Bild zu erkennen ist.

Linien und ihre Eigenschaften

Bei den Linien bestimmen die drei Aspekte Dominanz, Länge und Richtung, wie Sie den Betrachter beeinflussen. Breite, einfarbige Linien wirken sehr oft übermächtig in Bildern. Falls sehr viele Linien vorhanden sind, nimmt natürlich die Wichtigkeit der einzelnen Linie stark ab.
Lange Linien können leicht Überhand in Bildern nehmen. Dabei ist Vorsicht geboten, da zu lange Linien, die durch das gesamte Bild verlaufen, die Eigenschaft haben, das Bild eher zu teilen als den Betrachter durch das Bild zu führen. Diese langen Linien erinnern an den Horizont. Daher sollte unbedingt ein „Blickstopp“ – das kann ein interessantes Element, eine gegenläufige Linie, ein dunklerer Bereich, etc. sein – eingebaut werden.
Bei der Richtung einer Linie sollte immer die Leserichtung des jeweiligen Landes berücksichtigt werden, z.B. von links nach rechts in europäischen Ländern, da Bilder ebenfalls in derselben Richtung betrachtet werden.

Wie setzt man Linien ein?

Ziel ist es, den Betrachter mit den Linien durch das Bild zu führen und nicht aus dem Bild. Linien können in verschiedenen Mengen und Richtungen vorkommen. Bei Schwarz-Weiß Bildern beispielsweise kommen Linien oft stärker zum Vorschein als bei Farbbildern.
Beim Einsatz von Linien gilt die Regel: „Weniger ist oft mehr!“ Denn je weniger Bestandteile ein Bild enthält, desto einfacher ist es, eine gute Linienführung vorzuweisen.
Bilder, die sehr viele kurze, in verschiedene Richtungen zeigende Linien enthalten, können für die Betrachter sehr chaotisch wirken.

Flächen in Bildern

Formen und Flächen entstehen, wenn Bereiche in Bildern dieselbe Farbe oder Struktur aufweisen. Organische Formen werden von den Betrachtern weniger als Flächen wahrgenommen, da Sie sich auf natürliche Weise in das Bild einfügen. Geometrische Flächen wie etwa Kreise, Dreiecke, Rechtecke, Sterne etc. heben sich dagegen häufig ab und ziehen so die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich. Mit diesen Elementen sollte deshalb besonders achtsam umgegangen werden – vor allem dann, wenn sie nicht zum Hauptmotiv gehören oder selbst das Hauptmotiv sind.

Wie setzt man Flächen ein?

Wenn Sie abstrakte Bilder erhalten wollen, dann bringen Sie viele verschiedene Formen in ein Bild. Solche Bilder können sehr faszinierend sein, aber auch schnell langweilig wirken. Deshalb raten wir Ihnen, die Flächen zu reduzieren und weitere spannende Bildinformationen miteinzubinden. Das eigentliche Hauptmotiv sollte aber auf keinen Fall von den Flächen und Formen in den Hintergrund gedrängt werden.

Mit dem bewussten Einsatz von Linien und Flächen in Ihren Bildern können Sie die Wahrnehmung dieser extrem beeinflussen. Mit Hilfe von Linien leiten Sie den Blickverlauf des Betrachters in Richtung Hauptmotiv und mit Flächen vermitteln Sie Ordnung und Struktur.



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