Stockfotografie

Der Begriff Stockfotografie ist aktuell in aller Munde. Wer Stockfotos macht, wo sie vertrieben werden und worauf besonders geachtet werden sollte, erfahren Sie in diesem Blog Beitrag.

Das wesentliche Merkmal der Stockfotografie ist, dass Bilder ohne konkreten Auftrag geknipst und dann sozusagen auf Lager gehalten werden (to have in stock). Davon leitet sich auch der Name Stockfotografie ab. Die Stockfotografie stellt also das Gegenteil der Auftragsfotografie dar.
Ein Fotograf, der sich auf diese Art der Fotografie spezialisiert und damit sein Geld verdient, macht teilweise hunderte Fotos von ein und demselben Motiv aus verschiedensten Blickwinkeln, um die individuellen Geschmäcker und Präferenzen der Käufer bestmöglich abzudecken.

Bei der Stockfotografie geht es darum, Menschen, Tiere oder Gegenstände in unterschiedlichsten Situationen – teilweise auch überzeichnet – darzustellen. Sollte der Suchbegriff des Kunden beispielsweise „Hamster“ lauten, so werden Bilder von Hamstern in verschiedensten Situationen, in oder außerhalb eines Käfigs, mit oder ohne Accessoires als Suchergebnis ausgegeben. Wenn das Thema Geld im Fokus steht, werden Sie von einzelnen Scheinen über Geldhaufen bzw. –stapel bis hin zu in Geld „schwimmenden“ Personen alles Mögliche an Ergebnissen finden.

Vermarktung der Fotos

Stockfotos werden online auf Plattformen diverser Bildagenturen angeboten und stehen gegen Bezahlung einer Gebühr zum Verkauf. Mit der Bezahlung der Gebühr werden verschiedene Rechte an den Käufer übertragen.
Viele Fotografen verzichten darauf, sich eine eigene Homepage zu gestalten und dort Ihre Bilder zu vertreiben. Für diesen Fall gibt es professionelle Bildagenturen, die sich auf die Vermarktung von Stockfotos spezialisiert haben. Die Bildagentur und der Fotograf teilen sich laut einer Vereinbarung, die im Vorfeld getroffen wurde, die Einnahmen der Fotos. Sehr bekannte internationale Bildagenturen sind zum Beispiel: Shutterstock, iStockphoto, Fotosearch, Fotolia uvm.

Besonders zu beachten ist

Bei der Stockfotografie ist besonders darauf zu achten, mit welchen Accessoires im Bild gearbeitet wurde. Behalten Sie das Markenschutzrecht immer im Hinterkopf, denn es kann durchaus vorkommen, dass beispielsweise Coca-Cola Flaschen, Apple Notebooks oder ähnliches auf den Bildern zu sehen sind. Sollten Markenrechte missachtet werden, kann dies zu hohen Schadenersatzforderungen führen.
Sind Personen auf den Bildern zu sehen, lassen Sie sich eine schriftliche Bestätigung geben, dass diese Bilder veröffentlicht werden dürfen.

Verschiedene Lizenzen bei Stockfotos

Die Bildagenturen bieten – üblicherweise gegen Bezahlung – verschiedene Nutzungsrechte für die angebotenen Stockbilder an. Hier sind zwei verschiedene Arten zu unterscheiden.
Lizenzfreie: Bei lizenzfreien Bildern kann sich der Preis nach der Größe und der Auflösung richten. Eine Einschränkung bei dieser Art ist oftmals, dass das Bild nicht verändert werden darf oder dass der Fotograf oder die Bildagentur bei jeder Verwendung mit einem Vermerk als Rechteinhaber angegeben werden muss.
Lizenzpflichtige: Hier wird der Preis an der geplanten Nutzung ausgerichtet. Das heißt, der Preis variiert je nachdem, ob Sie das Foto beispielsweise zum Drucken oder für das Internet verwenden wollen. Außerdem ist die Auflage bzw. Reichweite ausschlaggebend für den Preis. Konkrete Preise gibt es nicht immer. Oft werden diese individuell zwischen den Vertragspartnern ausgehandelt.

Es gibt auch noch eine seltenere dritte Sparte: Das sind dann die Kostenlosen Bilder. Diese werden von Fotografen im Internet kostenlos zur Verfügung gestellt. Aber auch hier gilt, immer genau die Bedingungen durchzulesen und sicher zu stellen, ob man die Bilder für den geplanten Zweck verwenden darf und ob Bedingungen an die Verwendung geknüpft sind.

Wenn Sie nun selbst Ihre eigenen Fotos auf Stockplattformen anbieten wollen, empfehlen wir Ihnen, die Informationen auf den Seiten der Anbieter genau durchzulesen und Ihr Glück mit Ihren Fotos einfach zu versuchen.





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  1. Hallo,
    Schöner Aritkel! Ich habe noch einen Punkt, den man auch nicht vergessen sollte.
    Wenn man Stockfotografie nutzt, sollte man auch darauf achten, wie oft das gewählte Foto bereits auf anderen Webseiten genutzt wurde. Denn schnell kann es passieren, dass die nett lächelnde Dame bereits von x anderen Seiten genutzt wird – und das fällt irgendwann auf. Ein paar Beispeile werden hier gezeigt: http://www.fotografen-homepage.com/2012/11/13/stockfotografie-des-fotografen-freud-des-besuchers-leid/
    Wie man das verhindern kann? Man kann das Bild einmal durch die Bildersuchmaschine tineye laufen lassen, um sicher zu gehen, dass das gewünchte Foto nicht schon zu oft genutzt wird.

    Liebe Grüße
    Céline

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