Reportagefotografie

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie die Reportagefotografie allgemein definiert und in welche unterschiedlichen Bereiche sie eingeteilt wird. Außerdem haben wir viele weitere interessante Informationen zur Reportagefotografie für Sie zusammengetragen.

Jeder kennt den berühmten Spruch „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Auf die Reportagefotografie trifft genau das zu. Oft kann mit einem einzigen Bild etwas einfach veranschaulicht werden, das in Textform womöglich ganze Bände füllen würde.

Mit der Kamera können weltweit politische und gesellschaftliche Ereignisse festgehalten und für Personen, die sich nicht unmittelbar am Ort des Geschehens befinden, zugänglich gemacht werden. Der Fotograf hat es dabei allein in der Hand, wie er das Ereignis der Außenwelt präsentieren will. Denn mit der Wahl der Aufnahmen und Blickwinkel kann er Situationen jeweils in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen.

Nicht nur professionelle Fotografen können solche Reportagefotografien aufnehmen. Die jüngste Vergangenheit zeigt uns, dass immer öfter auch Amateurfotografen, die sich zur richtigen Zeit am richtigen Ort befinden, solche Bilder knipsen. Ein Beispiel dafür war der 11. September 2001 in den USA. Einige Amateurfotografen verkauften Ihre Fotos und Videomaterial für viel Geld in die ganze Welt.

Unterteilung der Reportagefotografie

Die schöne Vorstellung, für eine große Fotoreportage im Auftrag einer Zeitschrift ein bis zwei Wochen in ein fernes Land zu reisen und dort ein Thema zu recherchieren, gehört eindeutig der Vergangenheit an. Nur noch wenige Magazine können bzw. wollen sich solche Recherchen für Beiträge leisten. Die meisten Fotoreporter arbeiten heutzutage aufgrund des enormen Zeit- und Kostendruckes auf freiberuflicher Basis.
So wird die Reportagefotografie in zwei Sparten unterteilt: in die gewerbliche und in die private Reportagefotografie.

Gewerbliche Reportagefotografie

Entweder spezialisiert man sich auf die tagesaktuellen Berichte in Zeitungen, Internet, etc. oder auf die „richtigen“ Fotoreportagen, bei denen ein Thema mit vielen Bildern und einem beschreibenden Text präsentiert wird.
Bei ersterem geht es vor allem darum: „Wer zuerst kommt, malt zuerst!“ Der Fotograf wird zum Bildlieferanten für Bildagenturen oder Redaktionen. Dabei ist es oft ein sehr harter Kampf, der Schnellste und Beste zu sein. Besonders deutlich wird dies z.B. bei Großveranstaltungen, wo sich Fotografen förmlich darum reißen, die beste Szene einzufangen.

Private Reportagefotografie

Als Hobbyfotograf kann man in der großen Welt der Fotografie mit den Profis oft nicht mehr mithalten. Es passiert aber mittlerweile immer öfter, dass Passanten, die sich zufällig gerade am richtigen Ort aufhalten, ganz besondere Schnappschüsse aufnehmen, diese im Netz über soziale Netzwerke teilen und ihre Fotos dann sogar in Zeitungen oder im Fernsehen verwendet werden.

Vorwiegend geht es bei der Reportagefotografie darum, Menschen ein Thema nahezubringen. Die eigene Meinung des Fotografen zum Thema sollte bei dieser Art der Fotografie hinten angestellt werden. Deshalb wäre es besonders wichtig, auf eine Nachbearbeitung dieser Bilder zu verzichten, weil dadurch das tatsächliche Ereignis verzerrt dargestellt werden würde. Den Betrachtern soll die Möglichkeit gegeben werden, sich zum Thema eine eigene Meinung zu bilden.





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