Astrofotografie

Wann gab es die ersten Astrofotografie-Versuche und wie verlief die weitere Entwicklung? Wer war maßgeblich an den Fortschritten dieser Art der Fotografie beteiligt? In welche Bereiche wird die Astrofotografie unterteilt? Informationen zu all diesen Fragen haben wir in diesem Beitrag für Sie zusammengefasst.

Die Astrofotografie liefert detaillierte Momentaufnahmen des Universums und wird vorwiegend zu wissenschaftlichen Zwecken genutzt. Aufnahmen dieser Art ermöglichen faszinierende Einblicke in die Tiefen des Weltalls und bringen Details ans Licht, die so von der Erde aus mit dem menschlichen Auge nicht erkennbar sind.

Bei der Astrofotografie werden grundsätzlich zwei Bereiche unterschieden: die Fotografie in unserem Sonnensystem (Sonne, Mond und Planeten) sowie die Deepsky-Fotografie (Objekte der Milchstraße und anderer Galaxien). Aufnahmen von Kometen werden ebenfalls diesem Bereich zugerechnet, obwohl sie sich in unserem Sonnensystem befinden.

Astrofotografie unseres Sonnensystems

Die Objekte unseres Sonnensystems können bereits mit sehr kleinen Teleskopen gut beobachtet werden. Details und Strukturen der Objekte sind in der Regel gut erkennbar, da diese (z.B. der Mond) einfach zu finden sind und für astronomische Verhältnisse sehr nahe an der Erde liegen.

Deepsky-Fotografie

Aufnahmen von Objekten, die sich außerhalb unseres Sonnensystems befinden – etwa von anderen Sonnen, Sternhaufen, planetarischen Nebeln oder entfernten Galaxien – werden der Deepsky-Fotografie zugerechnet.
Da es sich dabei um äußerst lichtschwache Objekte handelt, wird eine sehr lange Belichtungszeit benötigt, die in den Anfängen der Astrofotografie sogar im Bereich von Stunden lag. Heute erhält man dank moderner Technik bereits innerhalb von wenigen Minuten Bilder, die darüber hinaus auch eine wesentlich bessere Qualität aufweisen.

Historische Daten

Im Jahr 1840 wollte der Naturwissenschaftler und Historiker John William Draper (*1811, † 1882) den Mond auf Papier festhalten. Es gelang ihm tatsächlich, mit dem Daguerreotypie-Fotografie-Verfahren eine Aufnahme des Mondes zu machen, für die allerdings eine enorm lange Belichtungszeit nötig war.
Bis 1880 gab es nur geringfügige Fortschritte im Bereich der Astrofotografie. Im Jahr 1883 jedoch machte Andrew Ainslie Common (*1841, † 1903) eine spektakuläre Aufnahme des Orionnebels. Der Orionnebel ist ein Emissionsnebel im Sternbild Orion, der dank seiner Helligkeit und großen Ausdehnung sogar mit bloßem Auge als Teil des Schwertes des Orion erkennbar ist.

1884 entdeckte Maximilian Franz Joseph Cornelius Wolf (*1863, † 1932) mit Hilfe der Astrofotografie einen Kometen und einige Jahre später den Nordamerikanebel im Schwan.
Erste Aufnahmen der Milchstraße wurden im Jahr 1889 von Edward Emerson Barnard (*1857, † 1923) gemacht. Er war einer der Pioniere der Astrofotografie und viele seiner Aufnahmen von Emissions-und Dunkelnebeln sind bis heute unübertroffen.
Die Aufnahmen der Bilder verbesserten sich im Laufe der Jahrzehnte immer weiter, bis schließlich auch Bilder in Farbe aufgenommen werden konnten.

In den letzten Jahren hatten vor allem David Malin‘s (geboren 28. März 1941) Arbeiten eine sehr große Bedeutung für die astronomische Bildverarbeitung, denn er befasste sich ab 1975 intensiv mit der korrekten Farbübermittlung der Himmelskörper, sodass man heute wirklich farbgetreue Bilder betrachten kann.

Was bringt die Astrofotografie ans Licht?

Der Astrofotograf kann einen sehr wesentlichen Teil zur Erforschung des Weltalls beitragen. Genauer betrachtet heißt das, dass durch diese Art der Fotografie unter anderem Veränderungen an Sternen, neue Kometen oder Asteroiden, Sonnenflecken etc. entdeckt und beobachtet werden können.





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