Tipps zur Tierfotografie

Natürlich ist das Familienmitglied auf vier Pfoten – der Hund oder die Katze – immer dabei und erfreut seine Besitzer durch Treue sowie Zuneigung und selbstverständlich hält fast jeder Tierbesitzer seinen Liebling auf unzähligen Fotos fest. So lässt sich die miteinander verbrachte Zeit einfach dokumentieren und ebenso dienen schöne Bilder der Erinnerung. Gleichzeitig können diese Freunden und Bekannten in aller Welt schnell und einfach auf digitalem Weg gezeigt werden.


Damit die Bilder aber auch wirklich gelingen, gehören sowohl ein entsprechendes Equipment als auch etwas Wissen um die Fotografie dazu. Speziell in der Tierfotografie sind nämlich einige Dinge zu beachten, wenn die Fotos nicht nur ausdrucksstark, sondern auch gestochen scharf werden sollen.

Die Ausrüstung bei der Tierfotografie

Die digitale Spiegelreflexkamera stellt heute neben der Systemkamera, zusammen mit entsprechenden Objektiven, das Optimum im Bereich der Fotografie dar. Doch nicht nur dort: Die moderne Technik aktueller DSLR-Kameras erlaubt auch hochwertige Videoaufnahmen. So manch professionell erstellten Werbespot wird heute nämlich nicht mehr mit schweren Filmkameras, sondern mit wesentlich leichteren und flexibleren Spiegelreflexkameras abgedreht.

Neben der raffinierten Systemtechnik dieser Geräte sind es vor allem drei Faktoren, die den Unterschied zwischen einer DSLR-Kamera und einer Kleinbildkamera oder etwa der Kamera in einem Handy ausmachen. Das ist zum einen die Linsengröße und damit der Lichteinfall, zum anderen die Brennweite der Wechselobjektive und letztlich die Größe des in der Kamera verbauten Chips. Selbst wenn eine Handykamera 8 oder auch 12 Megapixel besitzt, so müssen die Daten der aufgenommenen Bilder auf einen sehr kleinen Chip gepackt werden, was letztlich zu Datenverlust und damit schlechter Qualität führt, welche durch digitale Tricks oft nur unzureichend ausgeglichen werden kann. Von winzigen, meist starren und nur millimetergroßen Linsen beziehungsweise Objektiven ganz zu schweigen. Wer wirklich gute Bilder von seinem Haustier machen will, greift zur DSLR-Kamera oder zur Systemkamera.

Die optimalen Kameraeinstellungen

Spiegelreflexkameras bieten eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten, um perfekte Bilder in jeder Situation zu schießen. Bei der Tierfotografie sind dies im Prinzip entweder Bewegungsbilder oder Tierportraits. Für beide Arten gibt es entsprechende Einstellungen an der Kamera, die ein gutes Ergebnis versprechen. So sind für Bewegt- oder Actionbilder kurze Verschlusszeiten und eine kleine Blende, gepaart mit dem den Lichtverhältnissen entsprechenden ISO-Wert, am besten.

Beispiel-Einstellungen für Action-Fotos

• Verschlusszeit 1/1000sek.
• Blende zwischen f4.5 und f2.8
• ISO 100 (bei Tageslicht) und ISO 400 (bei Dämmerung)

Beispiel-Einstellungen für Tierportraits

• Verschlusszeit 1/500sek.
• Blende f1.8
• ISO 100 (für Außenaufnahmen bei Sonnenschein)

Die Lichtverhältnisse spielen stets eine entscheidende Rolle bei den Aufnahmen. Idealerweise erfolgt die Fotosession bei leichtem Sonnenschein unter freiem Himmel. Hierbei bieten sich gleichzeitig viele Möglichkeiten, eine entsprechende Kulisse, etwa eine Wiese am Waldrand oder ein schöner Park, zu wählen. Wichtig ist, dass der Fototermin möglichst nicht in der Mittagssonne stattfindet, da diese sehr harte Schlagschatten wirft, welche auf den Bildern anschließend störend wirken können. Besser den Vormittag oder den Nachmittag nutzen, wenn die Sonne ein wenig tiefer am Himmel steht.

Die Bereitschaft des Tieres

Der oder die Fotografin sollte sich stets nach dem Gemütszustand des Tieres richten. Dabei ist auch gleich eines vorweg zu nehmen: Sobald der Fotograf merkt, dass das Tier keine Lust hat, fotografiert zu werden und einfach nicht tut, was man ihm sagt, sollte der Termin lieber abgebrochen werden, anstatt das Tier unnötig zu drängen. In keinem Fall sollte mit Bestrafung und Tadel gearbeitet werden, denn dies hat womöglich zur Folge, dass das Tier in Zukunft überhaupt nicht mehr begeistert ist, wenn es wieder einmal vor der Linse posieren soll.

Während bei Bewegungsbildern der natürliche Spieltrieb ausgenutzt werden kann, ist es beim Porträt manchmal etwas schwieriger. Dabei kann es hilfreich sein, eine zweite Person dabei zu haben, die dem Hund oder der Katze vertraut ist und das Tier hinter der Kamera dazu animiert, die perfekte Position zu halten. Besonders bei Hunden bitte nicht vergessen, das Halsband und die Leine abzunehmen, denn so wirken die Aufnahmen natürlicher. Das setzt natürlich voraus, dass sich der Hund in freier Natur auch problemlos abrufen lässt.

Auf Augenhöhe mit dem Tier

Oft besteht aus Bequemlichkeit die Versuchung, von oben herab und somit aus aufrecht stehender Position Bilder vom Tier aufzunehmen. Das ergibt jedoch nur in wenigen Fällen wirklich gute Bilder, denn meist wirken Tiere aus dieser Position heraus zerbrechlich und klein. Seitliche oder frontale Aufnahmen auf deren Augenhöhe zeigen Hund oder Katze hingegen so, wie sie wirklich sind und wirken viel authentischer. Es lohnt sich daher durchaus, für gute Aufnahmen in die Knie zu gehen oder sich flach auf den Boden zu legen. Das Ergebnis, ob nun als großes Poster oder eingerahmtes Bild an der Wand, spricht eine überzeugende Sprache.

 

Über den Autor: Jasmin Schmitt ist für die Radeberger Bilderrahmen GmbH im Online-Marketing tätig. Redaktionelle Tätigkeiten, Social Media und Marketingstrategien mit Fotografen und Bloggern gehören zu ihren bevorzugten Themengebieten. Rahmenversand.com als Online Versand für Bilderrahmen legt seinen Schwerpunkt auf traditionelle und maßgefertigte Handarbeit.



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