Produktfotografie – Was versteht man darunter?

Es gibt so viele verschiedene Begriffe in der Fotografie, unter anderem die Produktfotografie. Wie sich diese charakterisiert, haben wir in unserem Beitrag für Sie kurz zusammengefasst.

Die Produktfotografie gehört zu der Kategorie „Werbefotografie“. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Verkaufsförderung. Diese Art der Fotografie wird vor allem für Prospekte, Plakate, Kataloge, Zeitungen, Fernsehspots und viele weitere Bereiche verwendet. Dabei wird zwischen zwei Arten unterschieden: der sogenannten Tischfotografie und dem Freistellen.

Tischfotografie:

Die Tischfotografie wird auch als Tabletop-Fotografie bezeichnet. Das Produkt (die Frucht, das Getränk oder ähnliches) wird dabei – wie der Name bereits erahnen lässt – auf einer Tischplatte oder einem speziell dafür präparierten Aufnahmetisch positioniert und fotografiert. Dieser ist meist mit einem weißen Hintergrund ausgestattet. Eine wesentliche Rolle bei der Produktfotografie spielt die richtige Beleuchtung, die dafür Sorge tragen muss, dass keine Schatten erkennbar sind.

Freistellen:

Beim Freistellen wird ein Produkt ohne jegliche Hilfsmittel, zum Beispiel einem Aufnahmetisch, fotografiert. Diese Bilder werden dann am PC mit einem Bildbearbeitungsprogramm freigestellt. Das heißt, die Produkte werden nachträglich von allen störenden Elementen (wie beispielsweise dem Hintergrund) befreit. Dies dient dazu, dass der Betrachter beim Blick auf das Produkt nicht von nebensächlichen Details abgelenkt wird. Diese freigestellten Produkte werden darüber hinaus oft auch in Fotomontagen verwendet.

Weiterer Trick der Produktfotografie:

SIe wundern sich vielleicht manchmal, warum Speisen, die aus Kochbüchern nachgekocht werden, nie so aussehen wie auf den Abbildungen. Oder warum das Essen nicht genauso aussieht, wie auf Speisekarten oder Plakaten. Das liegt daran, dass Speisen, die für Aufnahmen nicht speziell präpariert wurden, auf Fotos nicht sehr ansehnlich und appetitanregend aussehen würden. Deshalb greift man bei diesen Aufnahmen sehr oft auf Hilfsmittel, wie etwa Modelle oder Attrappen aus Kunststoff, zurück. Mit diesen wirken die Farben der Speisen satter und kräftiger und somit ansprechender für die Konsumenten. Es gibt dafür sogenannte Food Stylisten, die sich einzig und allein mit dem Aufpeppen und Präparieren von Lebensmitteln auseinander setzen.

Weitere Bearbeitung am PC:

Natürlich kann man mit einem Bildbearbeitungsprogramm nicht nur Produkte freistellen. Sie können später auch noch störende Elemente, Unreinheiten, etc. weg retuschieren. Ebenso können die Helligkeit, die Schärfe, der Kontrast usw. mit solchen Programmen nachträglich beliebig angepasst werden.

Sie wissen nun, dass ein Produkt im Regelfall mit Hilfe von verschiedenen Tricks sehr stark verändert wird, damit es für Konsumenten ansprechender präsentiert werden kann. Ärgern Sie sich also in Zukunft nicht mehr, wenn z.B. das Gericht nicht genauso aussieht wie im Kochbuch.





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