Kennen Sie die Chronofotografie?

Es gibt in der Fotografie viele Begriffe, bei denen man nicht sofort weiß, worum genau es sich handelt. Wir haben in diesem Beitrag die Chronofotografie genauer unter die Lupe genommen und für Sie herausgefunden, was man darunter versteht und wofür sie eingesetzt wird.

Die Chronofotografie ist auch unter dem Namen Hochgeschwindigkeitsfotografie bekannt und wurde prinzipiell durch die Entwicklung von empfindlichen Fotomaterialien und schnellen Kameraverschlüssen in den 1870er und 1880er Jahren möglich. Dank permanenter Weiterentwicklung konnte man schließlich durch eine rasche Folge von Aufnahmen schnelle Bewegungen, wie zum Beispiel ein galoppierendes Pferd, einen Pistolenschuss oder zerberstendes Glas, auf Bildern festhalten und somit Bewegungsabläufe sichtbar machen.

Wo und wie wird sie verwendet?

Mit dieser Methode der Fotografie können sehr schnelle Bewegungen, wie etwa das Zerplatzen eines Luftballons, eindrucksvoll auf Bildern verewigt werden. Voraussetzung für spektakuläre Aufnahmen sind einerseits eine sehr kurze Belichtungszeit (etwa 1/1000 Sekunden bis 1/30.000 Sekunden) sowie andererseits das Erwischen des richtigen Augenblicks. Gelingt dies, so können mit dieser Art der Fotografie beeindruckende Details eingefroren werden, die sonst mit bloßem Auge nicht wahrnehmbar sind.

Verwandter Begriff – die Kurzzeitfotografie

Charakteristisch für diese Art der Fotografie ist ebenfalls eine sehr kurze Belichtungsdauer, die in diesem Fall aber durch die Leuchtdauer von Blitzgeräten bestimmt wird. Diese Momentaufnahmen werden in einem komplett abgedunkelten Raum aufgenommen, wobei die geringen Belichtungszeiten eine sehr große Menge an Licht erfordern, um gute Aufnahmen zu ermöglichen. Die Bildsensoren der eingesetzten Kameras müssen darüber hinaus in der Lage sein, in der kurzen Zeit, in der das Motiv belichtet wird, alle Details verarbeiten zu können.

Stroboskopblitz

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, Bewegungsphasen einzufrieren: die Mehrfachbelichtung mittels Stroboskopblitz.
Dieses Blitzgerät gibt in extrem kurzen, gleichmäßigen Intervallen Lichtblitze ab. So entstehen bei bewegten Objekten (zum Beispiel bei einem springenden Ball) in dunklen Räumen Bilder von den unterschiedlichen Bewegungsphasen. Ein ähnlicher Effekt kann auch mit einer sogenannten Stroboskopscheibe erzielt werden. Diese spezielle Scheibe dreht sich und gibt somit den Blick auf das Objekt nur in gewissen Abständen frei.

Ist es nicht beeindruckend, was alles mit Hilfe der Fotografie sichtbar gemacht werden kann?





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