Luftbildfotografie

Die Luftbildfotografie ist eine einzigartige Möglichkeit, aus einer speziellen Perspektive Aufnahmen von Gebäuden, Landschaften, Bergen, Seen etc. zu machen. Welche Geräte Sie für diese Art der Fotografie benötigen und weitere interessante Details erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Bei der Luftbildfotografie wird die Welt aus der Vogelperspektive betrachtet. Sie findet Anwendung in den verschiedensten Bereichen wie etwa in der Werbung, bei Musikvideos, für die Dokumentation von Unfallorten, als Überwachungsmethode, bei Personensuchungen, bei Dokumentationen von Baustellen, bei Festen, usw.

Verschiedenste Möglichkeiten der Luftaufnahme

Eine der neuesten Varianten, um eindrucksvolle Luftbilder zu machen, ist unter Einsatz von ferngesteuerten Hightech Drohnen. Eine Drohne ist ein unbemanntes, kleines Luftfahrzeug, das via Funk ferngesteuert wird und mit entsprechenden Kameras ausgestattet werden kann. Manche Flugdrohnen nehmen sogar Bewegt-Bilder in HD-Qualität auf.
Die zweite Methode, Luftaufnahmen zu erhalten, ist mit dem Helikopter oder normalen Kleinflugzeugen, die mit der notwendigen Ausrüstung ausgestatten sind. Vorerst muss abgeklärt werden, ob ein bestimmtes Objekt oder ein größeres Gebiet erfasst werden soll. Dann kann gestartet werden, wenn die Wetterverhältnisse passend sind.
Weiters gibt es dann noch Satellitenaufnahmen, die aber einen großen Nachteil gegenüber den normalen Luftbildaufnahmen mit dem Flugzeug oder mit den Drohnen haben. Bei Satellitenaufnahmen entstehen enorm hohe Kosten für die Anschaffung einer solchen Einrichtung. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass diese Satelliten einer festen Umlaufbahn folgen und immer wieder in einer gewissen Zeitspanne an den selben Stellen vorbeikommen und von verschiedenen Zeiten (Nachtaufnahmen, Tagaufnahmen, bei Nebel, Regen, Schnee, etc.) Aufnahmen machen.

Geschichte der Luftbildfotografie

Im Jahr 1858 entstanden von einem Fesselballon, das ist ein Ballon, der mit Gas befüllt ist, aber durch eine Leine mit dem Boden verbunden bleibt, die ersten Luftbilder durch den französischen Fotograf Nadar. Nadar wurde in Paris im Jahr 1820 geboren und verstarb 1910. In Deutschland sind vor allem vom Leutnant der Berliner Luftschiffer Abteilung, Hugo vom Hagen, Luftaufnahmen bekannt. Er experimentierte mit Aufnahmen, die aus dem Korb von Frei- und Fesselballons aufgenommen wurden. Diese Aufnahmen faszinierten die Menschen so sehr, dass die Entwicklung immer weiter vorangetrieben und so im Jahr 1915 die erste Reihenmesskamera für die Luftbildfotografie hergestellt wurde. Diese werden auch Reihenbildkameras genannt und ermöglichen es, viele Bilder hintereinander aufzunehmen.
Anfangs lag das größte Interesse an der Luftbildfotografie beim Militär, aber bald interessierten sich auch die Naturwissenschaftler für diesen Bereich. Heute sind beeindruckende Luftaufnahmen für jeden frei und leicht zugänglich und erfreuen sich Dank Google Earth großer Beliebtheit.

Worauf muss besonders geachtet werden?

Natürlich gibt es einige Dinge, auf die besonders streng geachtet werden muss, wenn Luftbildaufnahmen gemacht werden. Ein wichtiger Punkt ist hier die Wahrung der Privatsphäre von Personen. Es dürfen also nicht einfach Aufnahmen von Menschen gemacht werden und diese dann ohne Erlaubnis der betroffenen Personen veröffentlicht werden. Weiteres ist es auch verboten, militärische Anlagen auf Luftaufnahmen festzuhalten.

Kein Vergleich mit Aufnahmen aus Passagierflugzeugen

Amateur-Aufnahmen aus dem Flugzeugfenster können mit professionellen Aufnahmen vom Helikopter aus oder durch eine Drohne nicht mithalten. Der Dunst und das Fensterglas, das Spieglungen und Verzerrungen mit sich bringt, beeinträchtigen die Aufnahmen sehr. So werden die Bilder oft unscharf und man erhält ein Ergebnis, das kaum das wiedergibt, was man mit bloßem Auge wahrgenommen hat.

Die Luftbildfotografie ist eine tolle Erfindung, ohne die wir viele faszinierende Bilder nie zu Gesicht bekommen hätten. So ein Bild würde sich in Ihren vier Wänden zum Beispiel besonderes gut auf Acryl oder auf Galerie-Keilrahmen machen.





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