Grundregeln für Nachtaufnahmen

Bei Nacht beeindruckende Fotos zu machen, ist eine Herausforderung, die jeder mit den richtigen Kameraeinstellungen ohne Probleme meistern kann. Wir haben für Sie im folgenden Beitrag einige Grundregeln für Nachtaufnahmen zusammengefasst.

1. Ausrüstung und Zubehör

Wir empfehlen Ihnen, ein Dreibein-Stativ zu verwenden, da die Belichtungszeit bei Dunkelheit sehr lange ist und es ohne Stativ sehr schwierig wird, scharfe Bilder zu schießen. Achten Sie dabei auf Stabilität und einen sicheren Stand, denn schon minimale äußerliche Einwirkungen wie z.B. ein leichter Windstoß können sich negativ auswirken und zu unscharfen Bildern führen. Daher würden wir von einem Einbeinstativ eher abraten. Weiters ist ein Draht-oder Fernauslöser für Nachtaufnahmen empfehlenswert, da auch beim Drücken des Auslösers per Hand Verwacklungsgefahr besteht. Sollte es nicht möglich sein, einen Fernauslöser zu benutzen, wäre der Selbstauslöser ebenfalls eine Alternative.
Eines der wichtigsten Dinge, auf die Sie nicht vergessen dürfen, ist ein voll aufgeladener Akku, da bei langen Belichtungszeiten sehr viel Strom verbraucht wird. Nehmen Sie bei Nachtaufnahmen immer eine Taschenlampe mit, dies erleichtert das Einstellen der Kamera. Falls Sie in der Nähe von Fahrbahnen Motive fotografieren möchten, sollten Sie unbedingt immer helle Kleidung tragen oder eventuell auch eine Warnweste anziehen.

2. Kameraeinstellungen und das Fotografieren

Wenn Sie den Modus Nachtaufnahme wählen, so werden die passenden Einstellungen automatisch von der Kamera selbst getroffen. Falls Sie aber manuell einstellen möchten, müssen Sie einige Dinge beachten: Der ISO-Wert sollte möglichst niedrig sein und bei 100 oder 200 liegen. Somit wird das Bildrauschen so gering wie möglich gehalten. Wählen Sie – wenn möglich – das RAW-Format auf Ihrer Kamera, da Ihnen dies eine größere Farbtiefe sichert.
Wenn Sie schon eine Weile fotografiert haben, empfehlen wir Ihnen, die Kamera abzuschalten und auskühlen zu lassen, da durch die Wärme der Elektronik vermehrt Bildrauschen entstehen kann. Ein weiterer Tipp: Falls Sie eine Stadtaufnahme bei Nacht machen, konzentrieren Sie sich auf einen Ausschnitt und vermeiden Sie die „Totale“.

3. Der beste Zeitpunkt für Nachtaufnahmen

Die sogenannte „Blaue Stunde“ ist das ideale Zeitfenster, um Nachtaufnahmen zu machen. In dieser Zeit, die etwa 20 Minuten vor Sonnaufgang und 20 Minuten nach Sonnenuntergang stattfindet, wird ein ganz besonderes Licht erzeugt und Sie erhalten so faszinierende Bilder. Der Himmel ist noch nicht ganz dunkel und gibt noch etwas „blaues“ Licht ab. Das bildet mit dem künstlichen Licht aus Gebäuden einen einzigartigen Kontrast. Auch am Horizont werden Sie ein interessantes Schauspiel bemerken, da der Himmel eine leichte Zeichnung aufweist, was sich sehr gut auf Fotos macht.

Probieren Sie unterschiedliche Kameraeinstellungen aus, um die für Sie Beste zu finden. Nehmen Sie sich genügend Zeit und Sie werden mit schönen Bildern belohnt.





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