Glossar: Autofokus, Zoom und Weißabgleich

In der Fotografie gibt es einige Begriffe, die für gelungene Aufnahmen sehr wichtig sind. Autofokus, Zoom und Weißabgleich zählen dazu und dahinter verbergen sich umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten. Sie sollten über die Auswirkungen dieser Einstellungen auf Ihre Fotos Bescheid wissen, um das Optimum aus Ihren Aufnahmen herausholen zu können. Erklärungen dazu können Sie im folgenden Beitrag nachlesen.

 

Autofokus

Der Autofokus ist eine Funktion, die das Motiv bei halb gedrücktem Auslöser scharf stellt. Es werden zwei Arten unterschieden: der aktive und der passive Autofokus.
Beim aktiven Autofokus kann man auch bei Dunkelheit fotografieren. Es wird ein Messlicht oder ein Ultraschallsignal in Richtung des Objekts gesendet. Die Reflexionsdauer des Lichtstrahls oder des Tons wird automatisch gemessen, um die Entfernung fest zu legen und das gewünschte Motiv scharf zu stellen. Ungeeignet ist diese Einstellung bei Glas oder bei sehr weit entfernten Objekten.

Das weiter verbreitete passive System arbeitet vollkommen anders als das Aktive. Hier wird kein Signal ausgesendet, sondern es werden die Kontrastverhältnisse vor der eigentlichen Aufnahme gemessen. Die Kamera ändert somit den Fokus, damit eine scharfe Aufnahme garantiert ist. Diese Einstellung ist auch für weit entfernte Objekte gut geeignet. Achten Sie immer darauf, dass nicht zu geringe Kontrastunterschiede vorhanden sind, das heißt beispielsweise, nicht zu helle Motive vor einem hellen Hintergrund verwenden.
Natürlich gibt es auch für den Autofokus Zusatzeinstellungsmöglichkeiten bei manchen Kameras. Diese sind mit einem sogenannten Autofokus Hilfslicht ausgestattet. Hier wird das gewünschte Motiv so ausgeleuchtet, dass das Scharfstellen kein Problem mehr darstellt.

Zoom

Durch Drehen oder Verschieben eines Rings am Objektiv oder Betätigung einer Taste wird die Brennweite verändert. Bei hochwertigen Kameras gibt es eine stufenlose Anpassung, bei einigen anderen Kameras kann oft jedoch nur grob abgestuft werden. Man unterscheidet zwischen optischem und digitalem Zoom. Beim Digitalzoom wird ein Teil des Bildes ausgeschnitten und auf die volle Größe gestreckt. Die vorhandenen Bilddaten werden lediglich umgerechnet und führen deshalb zu einer schlechten Auflösung. Aus diesem Grund ist diese Einstellung nicht empfehlenswert. Beim optischen Zoom wird das Bild tatsächlich vergrößert und somit geht kein Detail verloren. Ein kleiner Tipp: Durch die Verwendung eines Stativs wird das Risiko, eine Aufnahme zu verwackeln, verringert.

Weißabgleich

Da es unterschiedliche Lichtquellen wie etwa Lampen, Sonnenlicht, Neonröhren etc. gibt, muss eine Kamera diese unterscheiden können. Ein Motiv, das verschiedenen Lichteinflüssen ausgesetzt ist, kann auf jedem Bild anders wirken. Die Farben werden auf keinem Bild dieselben sein. Je nach Lichtquelle können sie rot oder eher gelbstichig wirken. Damit eine korrekte Farbwiedergabe stattfindet, wird bei Digitalkameras der automatische Weißabgleich verwendet. Die Lichttemperatur wird optimiert, damit die Farben korrekt wiedergegeben werden. Ein Belichtungsmesser analysiert die Zusammensetzung des Lichts und Farbabweichungen werden so ausgeglichen. Der Weißabgleich kann bei vielen Kameramodellen auch manuell eingestellt werden.

Wenn Sie Ihre Fotos noch weiter perfektionieren wollen, beachten Sie zusätzlich zu Blende, ISO-Wert und Verschlusszeit die drei erklärten Funktionen Autofokus, Zoom und Weißabgleich.





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