Jubiläum: Die Fotografie wird 175 Jahre alt

Die Fotografie feiert 2014 ihren 175. Geburtstag. Wir nehmen dies zum Anlass, auf die Anfänge und die wichtigsten Entwicklungen zurückzublicken, aber auch einen Blick in die Zukunft zu wagen. In diesem ersten Beitrag unserer 7-teiligen Jubiläumsreihe präsentieren wir Ihnen den Erfinder der Fotografie.

 

Die Geburtsstunde der Fotografie ist offiziell der 19. August 1839. An diesem Tag verkündete die Akademie der Wissenschaften in Paris offiziell die Erfindung des Daguerreotypie-Verfahrens – eines Verfahrens zum Aufnehmen von Fotos – das nach dem Erfinder benannt wurde. Der französische Maler Louis Jacques Mandé Daguerre (siehe Foto) entwickelte es und prägte so maßgeblich die Geschichte. Er war zwar nicht der erste, der mit Hilfe einer Camera obscura Szenen festhielt, aber er stellte ein komplettes fotografisches Verfahren vor, das offiziell anerkannt wurde und sich zum führenden fotografischen Verfahren der damaligen Zeit durchsetzte.

So funktionierte das Daguerreotypie-Verfahren

Eine Camera obscura aus dem Jahre 1839, die mit dem Daguerreotypie-Verfahren die Aufnahme von Fotos ermöglichte, sehen Sie rechts abgebildet. Daguerre verwendete versilberte, polierte Kupferplatten als Trägermaterial. Diese Platte wurde auf der Rückseite der Kamera befestigt und sobald der Verschluss geöffnet wurde, fiel Licht durch die Linse auf die Platten und schuf ein Bild. Entwickelt wurde das Bild mit Quecksilberdämpfen. Nachdem die nicht belichteten Teile des Fotos mit Silberjodid ausgewaschen wurden, musste die Aufnahme noch gewässert und über einer Flamme getrocknet werden. Mit diesem Verfahren entstanden schon vor 175 Jahren lichtbeständige Fotografien.

Schwierige Rahmenbedingungen

Damals waren ausschließlich Schwarz-Weiß-Aufnahmen möglich und die Belichtungszeit erstreckte sich in den Anfängen zwischen 3 und 30 Minuten. Können Sie sich vorstellen, sich bis zu 30 Minuten möglichst nicht zu bewegen? Das war aber nötig, um eine gelungen Aufnahme zu erhalten. Aus diesem Grund wurden für die Fotografie von Personen sogenannte Fotostützen verwendet, die den Kopf und den Rücken fixierten. Sie sollten verhindern, dass sich die abzubildenden Personen bewegten. Die Fotoapparate waren außerdem so schwer und unhandlich, dass es nur möglich war, Fotos in einem Fotostudio aufzunehmen (siehe Foto).

Dieser kurze Rückblick bildet den ersten der 7-teiligen Jubiläumsserie zum 175. Geburtstag der Fotografie. Im nächsten Beitrag werden wir die Anfänge der Fotografie etwas genauer unter die Lupe nehmen.



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