Faszination Gewitter – So fotografieren Sie Blitze

Besonders im Sommer gibt es vermehrt Gewitter. Diese Naturschauspiele haben einen ganz besonderen Reiz und viele Fotografen wollen die sich entladenden Blitze festhalten. Trifft das auf Sie auch zu? Wir wollen Ihnen hier ein paar Hilfestellungen geben, damit Sie optimal vorbereitet auf die Blitzjagd gehen können.

Die Vorbereitung als erster Schritt

Wer ein Gewitter vor die Linse bekommen möchte, muss zuallererst wissen, wann und wo es das nächste geben wird. Sehr hilfreich kann hier zum Beispiel der mobile Gewitterdienst des Austrian Lightning Detection and Information System, kurz ALDIS genannt, sein. Auf einer Live-Karte können Gewitter auch am Smartphone mit verfolgt werden.

Die meisten Blitze sind bereits aus großer Entfernung sichtbar und deswegen können Sie schon Fotos machen, bevor die Gewitterzelle Ihren Standort erreicht hat. Den besten Effekt erzielen Sie, wenn Sie Gewitterfotos bei Nacht machen. Der Kontrast zwischen dem dunklen Himmel und dem Blitz macht diese Fotos besonders attraktiv.

Gewitter sind zwar sehr reizvoll, aber dennoch darf die Gefahr, die von ihnen ausgeht, nicht vergessen werden. Am sichersten ist es, wenn Sie Fotos aus dem Auto oder von Häusern aus machen (am besten aus dem Fenster).

Die passende Ausrüstung mit an Bord

Für optimale Gewitterfotos benötigen Sie eine Kamera mit Langzeitbelichtungs-Modus und einen aufgeladenen Akku, denn aufgrund der langen Belichtungszeit wird der Akku sehr rasch verbraucht. Außerdem ist eine leere Speicherkarte hilfreich, weil meist viele Fotos gemacht werden müssen, bis auf einem ein Blitz abgelichtet wurde. Zusätzlich ist ein Stativ unbedingt nötig, damit die Fotos wegen der langen Belichtungszeit nicht verwackelt werden. Ein Fernauslöser sollte bei Ihrer Ausrüstung auch nicht fehlen. Alternativ können Sie den Selbstauslöser verwenden. Um möglichst viele Blitze am Foto einfangen zu können, eignet sich für die Blitzfotografie ein Weitwinkelobjektiv besonders gut.

Die Kameraeinstellungen für Ihr Foto vom Blitz

Der letzte Schritt bevor Sie Fotos von Blitzen machen können, besteht darin, die passenden Kameraeinstellungen zu treffen:

  • Schalten Sie den Autofokus aus und fokussieren Sie manuell (Der Fokus kann auf Unendlich eingestellt werden.).
  • Stellen Sie den ISO Wert ca. auf ISO 100 ein und finden Sie durch Ausprobieren den für das jeweilige Gewitter am besten passenden ISO Wert heraus. Versuchen Sie den ISO Wert möglichst niedrig zu halten, um ein Bildrauschen zu vermeiden.
  • Wählen Sie eine Blende zwischen f8 und f11 aus. Die Blende müssen Sie ebenfalls individuell variieren und an das Gewitter anpassen. Grundsätzlich gilt: Je länger Sie die Belichtungszeit wählen, desto weiter muss die Blende geschlossen werden (desto höher wird die Blendenzahl). Eine zu weit geschlossene Blende nimmt die Blitze oft nicht optimal auf, darum die Blende bis max. f16 schließen. Wählen Sie bei einem starken Gewitter eine kurze Belichtungszeit und schließen Sie die Blende (große Blendenzahl). Bei einem weniger starken Gewitter treffen Sie die umgekehrten Einstellungen.
  • Die Belichtungszeit sollte zwischen 5 und 30 Sekunden betragen.
  • Wenn es Ihre Kamera erlaubt, fotografieren Sie im RAW-Modus. Ansonsten wählen Sie JPEG mit der geringsten Kompression aus.

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